[Berlin-wireless] Freifunk und verängstigte Café Besitzer

Niklas Semmler niklas.semmler
Sa Dez 3 18:01:39 CET 2011


Hat ein wenig gedauert, aber da bin ich wieder:

Erstmal ganz vielen Dank für die Antworten, die Info und natürlich der
Hoffnungsschimmer (= Fpto)! Um dem Thema ein wenig näher zu kommen probiere
ich mich an einer Zusammenfassung. Bitte widerspricht mir falls ich etwas
übersehe.

Hinsichtlich der Verbreitung:
Im ersten Moment habe ich nur das kleine Künstler Cafe in Wedding im Blick.
(gibt leider noch kein Site) Sollte es funktionieren dürfte eine
Verbreitung aber auch nicht schwer sein. Gerade da sich die Cafebesitzer,
wie ich mitbekommen habe, untereinander kennen.


Zur Methodik. Wenn ich das jetzt richtig sehe, gibt es drei Wege:

1. Verschlüsselung (WPA2 Enterprise)
2. VPN (z.B. Slowenien)
3. P2P Blocker (freifunk-p2pblock, freifunk-zapp-de)


Zu 1:
Falls man nicht schon durch die schlichte Verschlüsselung des Netzwerks von
Abmahnungen befreit ist, müsste man die gesamten Personaldaten der Nutzer
notieren. Das ist zwar möglich, aber es macht die Situation nicht unbedingt
angenehmer.
Um es simpler zu gestalten könnte man immer noch den Zugang in einer DB
ablegen, aber das zieht einen Rattenschwanz von Verwaltung nach sich.
(Security, genaue Datenmengen, etc.)
(Ganz nebenbei pervertiert das Speichern der Identität den Freifunkgedanken
erheblich.)

Zu 2:
Wie von Sven-Ola angemerkt ist VPN ohne weiteres keine Lösung und auch auf
der verlinkten Seite wird darauf hingewiesen, dass ein P2P Blocker
verwendet wird. Zumindestens kann man nicht erwarten, dass das Konzept
skaliert.

Zu 3:
Hier stellt sich mir die Frage ob man den P2P Verkehr - gerade Rapidshare
etc. - brauchbar identifizieren kann. Wenn man sicherer sein will, sollte
man den Verkehr wohl auf rudimentären Webverkehr einschränken. Ärgerlich
natürlich für Leute die Skype u.ä. benutzen wollen.


Falls ich die Situation richtig beschrieben habe, ist wohl nur die
(unliebsame) Datenbank aller Nutzer eine Möglichkeit. Andernfalls muss man
sich wohl damit begnügen in einer rechtlichen Grauzone zu bleiben.


tl;dr Cafe mit Freifunk scheinbar nur mit Datenbank aller Nutzer (oder P2P
Block + Anwalt + Rücklage)


Gruß
-- Niklas



2011/12/2 Bernd Adam <ba10117 at yahoo.de>

> Mir ist in diesem Jahr an diversen Locations in etlichen europäischen
> Ländern aufgefallen, daß es einen starken Trend auch bei Anbietern von
> "Free WiFi" zu Radius-Logins gibt.
>
>
>
> --- Sven-Ola Tuecke *<sven-ola at gmx.de>* schrieb am *Fr, 2.12.2011:
>
>
> Von: Sven-Ola Tuecke <sven-ola at gmx.de>
> Betreff: Re: [Berlin-wireless] Freifunk und verängstigte Café Besitzer
> An: "wirelesslan in Berlin" <berlin at berlin.freifunk.net>
> Datum: Freitag, 2. Dezember, 2011 10:49 Uhr
>
>
>
> P.S. anbei ein aktuelles Foto von einem Fleck der Erde, wo
> unverschlüsseltes WLAN für Cafebetreiber eine selbstverstäbdlichkeit sind
> ;-)
>
>
> *
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