[Berlin-wireless] Polarisation der Zwingli

smilebef at gmail.com smilebef
Fr Jul 5 10:09:39 CEST 2013


Vielen Dank Clemens,

Könntest du noch etwas zum Reflektoren sagen?
Da gibt es doch diese Windsurfer-Parabol-Antennen.
Dieses Konzept finde ich sehr interessant.
Mit denen könnte man mit Hilfe eines Geeigneten Reflektors
handelsübliche Antennen zu Richtstrahlern umwandeln.
Es gibt da auch eine Billiglösung mit einfachem V als Reflektor. 
Glaube das heißt Winkelreflektor.

Diesen könnte man doch speziell für Wlan Antennen kostengünstig in
Meterware herstellen lassen. Oder einfach ein Winkel-Profil im Baumarkt kaufen.


LG


Am Fri, 05 Jul 2013 04:22:52 +0200
schrieb Clemens Hopfer <datacop at gmx.at>:

> Hi,
> 
> ein paar Kommentare zur Antennentechnik.
> 
> Am Mittwoch, 3. Juli 2013, 20:45:07 schrieb smilebef at gmail.com:
> > ich habe gelesen, dass die Biquad einen Balun
> > benötigt, wenn man mit einem unsymmetrischem Antennenkabel
> > einspeist.
> 
> unsymmetrische Speisung einer symmetrischen Antenne verursacht 
> Mantelwellenströme auf der Speiseleitung, bei 2,4GHz und der geringen 
> Leistung ist das aber eher vernachlässigbar.

Ich bilde mir ein, dass hier auch eine Phasenverschiebung in der
Antenne entsteht, welche die Antenne nicht mehr optimal arbeiten läßt.


> Man kann z.B. durch gamma-match oder Lechnerleitung das zwar 
> symmetrieren, aber ohne kompletter Abstimmung der Antenne mit 
> Netzwerkanalysator zahlt sich das absolut nicht aus.
> 
> > Heise hatte die Pringles-Dose als einfacher
> > und unempfindlicher beschrieben. Zudem scheint sie von Natur aus für
> > unsymmetrische Einspeisung geeignet zu sein.
> 
> Würde eher bessere Metall- oder Kupferdosen verwenden, die Länge von 
> Strahler (am Besten versilbertes Cu) und Abstand zum Reflektor
> (Boden) muss ebenfalls möglichst genau sein.
> 
> > Die 20dB, von welchen Elektra spricht, ist sicherlich so eine
> > Faustformel die zBsp. für 10° Pointingfehler gilt. Bei einer absolut
> > exakt ausgerichteten Antenne ist der Empfang vielleicht sogar gegen
> > Null gehen.
> 
> Die 20dB Isolation sind ein halbwegs guter Richtwert für die cross-
> polarization von typischen Antennen bei perfekter Ausrichtung. 
> Das hängt dabei einzig und allein von der Bauweise der Antenne ab und
> nicht von der Freiraumausbreitung.
> 
> Panelantennen haben gern mal weniger (10-15dB iirc) solange sie nicht
> dafür gebaut sind (z.b. dual-pol), je nach Bauform sind aber 35-40 dB
> afaik auch möglich (denke Hornstrahler)
> 
> Zusätzlich kommen Phasendrehungen durch Mehrwegeausbreitung und 
> Reflektionen zustande, das lässt sich nicht vermeiden und ist
> vermutlich wesentlich stärker.
> 
> Grundsätzlich: ohne einen Netzwerkanalysator und ev. ein gutes 
> Simulationsprogramm ist kaum eine Antenne gut abstimmbar, je höher
> die Frequenz umso schlimmer.
> 
> Lg,
> Clemens
> 
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